Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens. Auf dieser Seite liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem Gras. Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort. Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken und es ist warmes, schönes Frühlingswetter. Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen. Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen. Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben. So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht. Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß! Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras. Die Füße tragen es schneller und schneller. Es hat dich gesehen! Und wenn du und dein besonderer Freund sich treffen, nimmst du ihn in deine Arme und hältst ihn fest. Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder, und du schaust endlich wieder in die Augen deines geliebten Tieres, das so lange aus deinem Leben verschwunden war, aber nie aus deinem Herzen. Dann überschreitet ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, und ihr werdet nie wieder getrennt sein …
(Verfasser unbekannt)







Nina war unsere erste Schäferhündin. Wir bekamen Nina aus Mecklenburg-Vorpommern, viel zu jung im Alter von 6 Wochen. Da wir nicht viel Erfahrung von Hundeerziehung hatten, beschlossen wir auf dem Hundeplatz einen Erziehungskurs zu besuchen. Unsere Kinder waren noch klein und da nun ein großer Hund da war, wollten wir alles richtig machen. Ich machte mit ihr die Begleithundeprüfung und die Fährtenhundprüfung. Dann begann mein Mann mit ihr Turnierhundesport zu machen, bis hin zur Deutschen Meisterschaft. Wir hatten sehr viel Spass dabei und Nina natürlich auch. Als Nina von uns ging, war das ein riesen Verlust, aber vergessen werden wir sie nie.





Asko mein Liebling, er war einfach mein Hund, es ist schwer zu beschreiben. Wir hatten eine sehr intensive Bindung die man so selten erlebt. Mit ihm machte ich die Begleithundeprüfung und alle Prüfungen in SchH 1-3. Mit neun Jahren verstarb er an einem Milztumor, das war ein sehr großer Verlust für mich. Ich trauere Asko immer noch hinterher. Er wird immer in meinem Herzen sein.





Lucky war unser Hochleistungssportler,schnell und wendig.
Es war ein Traum ihm beim laufen zu beobachten. Er war stolz und über allem erhaben. Mein Mann hat mit Lucky leidenschaftlich Turnierhundesport betrieben. Leider wurde Lucky wegen eines Herzfehlers nur 9 Jahre alt. Das war ein schwerer Verlust für uns, wir vermissen Lucky sehr.





Heidi wurde auf einem Bauernhof geboren und kam mit 8 wochen zu uns. Ab diesem Zeitpunkt lebte sie nur mit uns und den Hunden im Haus. Sie verstand sich auch mit den großen Hunden sehr gut. Wenn wir Besuch bekamen, hat man Heidi nicht mehr gesehen, bis die Luft wieder rein war. Leider ist Heidi mit 14 Jahren verstorben und hinterließ eine große Lücke.



Hundetestament

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles, was sie haben, denen zu hinterlassen, die sie lieben. Ich würde auch solch ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im liebenden Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht: "Nie wieder werde ich einen Hund haben, der Verlust tut viel zu weh!" Such Dir einen einsamen, ungeliebten Hund aus und gib ihm meinen Platz. Das ist mein Erbe. Die Liebe, die ich zurücklasse, ist alles, was ich geben kann.
(Verfasser unbekannt)




Der Hundengel

Während Du eine Träne wegwischtest, winselte ich leise, um Dir zu sagen, ich bins ich habe Dich nicht verlassen. Ich bin wohlauf, es geht mir gut und ich bin hier. Heute morgen beim Frühstück, da war ich ganz nah bei Dir und ich sah Dich den Tee einschenken, während Du daran dachtest, wie oft früher Deine Hände zu mir heruntergewandert sind. Ich war heute mit Dir beim Einkaufen Deine Arme taten weh vom Tragen. Ich sehnte mich danach Dir dabei zu helfen und wünschte, ich hätte mehr tun können. Heute war ich auch mit Dir an meinem Grab, welches Du mit so viel Liebe pflegst. Aber glaube mir, ich bin nicht dort. Ich ging mit Dir nach Hause, Du suchtest den Schlüssel, ich berührte Dich mit meiner Pfote und sagte lächelnd: Ich bin's.
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Du sahst so müde aus, als Du Dich in den Sessel sinken ließest. Ich versuchte mit aller Macht, Dich zu spüren zu lassen, daß ich bei Dir bin. Ich kann Dir jeden Tag so nahe sein, um mit Gewissheit sagen zu können, ich bin nie fortgegangen. Du hast ganz ruhig in Deinem Sessel gesessen, dann hast Du gelächelt und ich glaube Du wusstest- in der Stille des Abends, saß ich ganz in Deiner Nähe war. Der Tag ist vorbei, ich lächle und seh Dich gähnen und ich sage zu Dir: Gute Nacht und Gott schütze Dich, ich seh Dich Morgen Früh. Und wenn für Dich die Zeit gekommen ist den Fluss, der uns beide trennte zu überqueren, werde ich zu Dir hinübereilen, damit wir endlich wieder zusammen, Seite an Seite sein können. Es gibt so viel, das ich Dir zeigen muß und es gibt so viel für Dich zu sehen. Habe Geduld und setze Deine Lebensreise fort und dann komm, komm heim zu mir.
(Verfasser unbekannt)



Ich kann nicht bleiben

Ich kann nicht bleiben, ich muss nun gehen... Der Regenbogen ruft mit den schönsten Farben. Aber immer, wenn es regnet und die Sonne scheint, bin ich bei Dir und leuchte nur für Dich. Denk immer daran, Du hast mich nicht verloren. Ich bin Dir den Weg nur vorausgegangen... Der Tag wird kommen, an dem wir uns wiedersehn... Der Tag, an dem wir zusammen am Himmel wandeln.
(Verfasser: Birgit und Chris)



Hinter dem Regenbogen

Der Junge trat aus dem alten Schuppen, in seinen Händen zwei Holzlatten, die er mühsam zusammengenagelt hatte.Er streifte die Kapuze seines gelben Regenmantels über, bevor er durch das schwere Tor in den Nieselregen trat. In einer Ecke des Gartens war sein Großvater damit beschäftigt, ein Loch aufzufüllen. Der Regen verwandelte den Boden in Schlamm, und der alte Mann fluchte leise. Er trug denselben gelben Mantel wie sein Enkel, Gummistiefel und eine blaue Arbeitshose, was ihn einigermaßen trocken hielt. „Komm her mein Junge.“

Der Junge erschrak, als er die Worte des Großvaters hörte. Er zitterte ohnehin. An diesem Tag gab es eigentlich nichts, was ihn nicht zum zittern brachte. Er klammerte seine kleinen Hände an das Holzkreuz, so als wollte er verhindern, dass man es verwendet. Als könnte man etwas ändern, was nie mehr rückgängig gemacht werden kann. Der Großvater strich ihm liebevoll über die Stirn. Seine Hände waren voller Lehm, und ein dicker Lehmstrich blieb auf der Stirn des Jungen zurück.

„Es ist schön geworden“ meinte er und musterte das Holzkreuz, auf das mit einfachem Stift und mit kindlicher Schrift der Name „Momo“ geschrieben war. Er nahm es und rammte es hinter den kleinen Erdhügel, der das provisorische Grab bedeckte. „Oh Volker, ja es ist noch etwas lieblos, aber gleich morgen gehen wir in die Stadt ein paar Blumen kaufen, einverstanden?“

Der Junge schluckte. „Opa, sag mal, meinst du dass Hunde in den Himmel kommen?“ Der Großvater schien sich über diese Frage zu wunder und hob überrascht seine Augenbrauen. Dann lächelte er. „Herrje, wäre es denn ein Himmel – ohne Hunde??“ Volker schwieg. Sein Großvater nahm ihn am Arm. „Komm, lass uns reingehen. Ich glaub`, wir gehören beide unter die Dusche.“ Beide verließen den Garten und setzten sich an den kleinen Tisch, der in der Mitte der Küche stand. Erst jetzt merkte Volker, wie verdreckt sie beide waren. „Hast du Lust auf einen Kakao? Ich geh jetzt duschen, und wenn ich fertig bin, mach ich dir ein Bad. Willst du?“ Normalerweise hätte sich der Junge darüber gefreut, doch heute wollte einfach keine freudige Stimmung aufkommen. Der alte Mann stellte eine Tasse mit dampfenden Kakao auf den Tisch, bevor er ins Badezimmer ging.

Volkers Blick reichte ins unendliche. Er stand auf, um sich im Wohnzimmer die Beine zu vertreten. Die Ereignisse des Tages wiederholten sich in seinem Kopf: Wie sie Momo am morgen in ihrem Körbchen gelegen hatte, zu schwach zum aufstehen. Normalerweise hatte sie ihn schwanzwedelnd begrüßt, doch in den letzten Monaten ging es ihr immer schlechter. Ihre alten Knoch machten ihr zu schaffen, und der Tierarzt, den sie später aufsuchten, sagte, dass sie Krebs hatte.

Momo war ein paar Jahre älter als Volker. Seine Mutter hatte sie einst zu sich genommen, als sie noch ein Baby war. Sie war ein stattlicher Hund, fast ganz weiß mit einem schwarzen Fleck auf dem Rücken und einem an ihrem Kopf, der sich über ihr linkes Ohr erstreckte. Volker und seine Mutter hat es nie gestört, wenn die Leute sie schief angeschaut haben, wenn sie durch die Strassen gingen. Jedes mal, wenn einer der Passanten anfing sich darüber aufzuregen, „das der Pitbull doch eingeschläfert gehört“, erwiderte der kleine Junge, dass es sich nicht um einen Pitbull handelte, sondern um einen American Staffordshire. Die meisten der Leute gingen kopfschüttelnd weiter, einige meinten, sie würden das Jugendamt informieren.

Jetzt war Momo eingeschläfert. Bestimmt waren diese Leute jetzt froh darüber. Aber warum? Warum seine Momo? Krebs… Krebs hatte der Tierarzt gesagt. Volker erinnerte sich an seine Mutter, wie sie im Bett gelegen hat. Wie sie geschrieen hat und wie ihr Blut aus allen Öffnungen des Körpers lief. Er war damals sieben gewesen, als er seine Mutter hat sterben sehen. Nein, Momo sollte so was nicht erleben müssen. Er hat ihr über den Kopf gestreichelt, als der Tierarzt die Spritze ansetzte. Momo…

Er blieb vor dem großen Wohnzimmerfenster stehen, den dampfenden Kakaobecher in der Hand. Es hatte aufgehört zu regnen. Sie hatten Momo direkt unter dem Apfelbaum begraben, den sie so sehr geliebt hat. Momo… Die Sonne schickte ihre warmen Strahlen auf die Erde, und Licht fiel durch die Blätter des Apfelbaumes auf das kleine Grab. Momo… Lächelnd betrachtete Volker den Regenbogen, der sich hinter den Hügeln gebildet hatte, und er dachte an die Worte seines Großvaters: „Wäre es denn ein Himmel – ohne Hunde??“
(Verfasser unbekannt)



Mit den Augen eines Wolfes

Seit den Zeiten, als nur Sonne und Mond uns Licht gaben, kannte ich dich. Aus den riesigen und undurchdringlichen Wäldern beobachtete ich dich. Ich war Zeuge als du das Feuer bändigtest und fremdartige, neue Werkzeuge machtest. Von den Kämmen der Hügel und Berge aus sah ich dich jagen und beneidete dich um deine Jagderfolge. Ich fraß deine Beutereste und du fraßt meine.

Ich lauschte deinen Gesängen und sah deinen Schatten um die hellen Feuer tanzen. In einer Zeit, so weit zurück, dass ich mich kaum mehr daran erinnern kann, schlossen sich einige von uns dir an um mit dir an den Feuern zu sitzen. Sie wurden Mitglieder deines Rudels, jagten mit dir, beschützten deine Welpen, halfen dir, fürchteten dich, liebten dich. Und für sehr lange Zeit lebten wir so zusammen, denn unsere Wesen waren sich sehr ähnlich. Deswegen hast du die Zahmen von uns adoptiert. Ich weiß, einige von euch respektieren auch mich, den Wilden. Ich bin ein guter Jäger.

Auch ich respektiere dich. Auch du warst ein guter Jäger. Ich sah dich oft, gemeinsam mit den Zahmen, Beute erlegen. In jenen Zeiten gab es alles im Überfluss. Es gab nur einige von euch. Die Wälder waren groß. Wir heulten zusammen mit den Zahmen in der Nacht.

Einige von ihnen kehrten zu uns zurück, um mit uns zu jagen. Einige von ihnen fraßen wir, denn sie waren uns zu fremd geworden. So lebten wir zusammen für lange, lange Zeiten. Es war ein gutes Leben. Manchmal stahl ich von deiner Beute und du von meiner. Erinnerst du dich, wie dein Rudel hungerte als der Schnee hoch lag? Du fraßt die Beute die wir erlegt hatten. Das war unser Spiel. Es war unsere gegenseitige Schuld. Manche nannten es ein Versprechen. Wie viele der Zahmen, wurdest auch du uns immer fremder. Wir waren uns einst so ähnlich, aber jetzt erkenne ich einige der Zahmen nicht mehr und ich erkenne auch einige von euch nicht mehr. Du machtest auch die Beute zahm. Als ich begann deine zahme Beute zu jagen (es waren dumme Kreaturen auf die die Jagd keine Herausforderung war, aber die wilde Beute war verschwunden), jagtest du mich und ich verstand nicht warum. Als deine Rudel immer größer wurden und begannen, gegeneinander zu kämpfen, sah ich eure großen Kriege. Ich fraß jene, die du erschlagen hast. Dann jagtest du mich noch mehr, denn für mich waren sie Nahrung, aber du hattest sie getötet. Wir Wilden sind nur noch wenige. Du zerstörtest unsere Wälder und brachtest viele von uns um. Aber ich, ich jage immer noch und füttere meine versteckten Welpen, wie ich es immer getan habe. Ich frage mich, ob die Zahmen eine weise Wahl trafen, als sie sich euch anschlossen. Sie haben den Geist der Wildnis vergessen. Es gibt viele, viele von ihnen, aber sie sind mir so fremd. Wir sind nur noch wenige und ich beobachte dich immer noch, um dir auszuweichen. Ich denke, ich kenne dich nicht mehr länger!
Autor: Canis Lupus



Wenn es soweit ist

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach und quälende Pein hält ständig mich wach - was Du dann tun musst - tu es allein. Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Dass du sehr traurig, verstehe ich wohl. Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll. An diesem Tag - mehr als jemals geschehen - Muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück. Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück. Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei. Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.

Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss. Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss. Und halte mich fest und rede mir gut zu, bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen, es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen. Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal - Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.

Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist, der Herr dieser schweren Entscheidung ist. Wir waren beide so innig vereint. Es darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.
(Verfasser unbekannt)





©Anja Niemann